[Rezension] Infernale - Sophie Jordan

06.05.2016


Infernale


Titel: Infernale
Autor: Sophie Jordan
Genre: Jugendbuch
Verlag: Loewe Verlag
Format: Gebunden 384 Seiten
Reihe: Band 1
Kaufen: Infernale





ZUM INHALT:                                                                                                                   

Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?

(c) Loewe Verlag


ERSTE  SÄTZE:                                                                                                                 

Ich habe schon immer gewusst, dass ich anders bin.
Mit drei Jahren habe ich mich ans Klavier gesetzt und Chopin gespielt.

MEINE MEINUNG:                                                                                                           

Auf dieses Buch war ich schon gespannt als ich es nur das erste Mal gesehen habe. Normalerweise bin ich kein Coverkäufer, bei mir gehört auch noch der Klappentext und eine Leseprobe dazu, bevor ich mich entscheide ein Buch zu lesen. Aber hier muss ich gestehen, dass mich das Cover sofort angezogen hat und ich wusste, dass ich dieses Buch lesen muss, ohne vorher einen Klappentext oder eine Inhaltsangabe gelesen zu haben. Der Verlag hat sich wirklich Mühe gegeben dieses Buch in ein besonders schönes Kleid zu packen. Leider ist dies auch schon fast das einzig Positive was ich zu diesem zu sagen habe.

Die Geschichte beginnt ganz gemütlich. Wir lernen die Hauptprotagonistn Davy zu allererst kennen. Sie erzählt aus ihrer Perspektive von ihrem perfekten Leben, ihren perfekten Freund, ihrer besonderen Musikbegabung und ihrer fast perfekten Familie. Hier merkte ich leider schon das die Story eher oberflächlich bleiben wird und die Charaktere keinen richtigen Tiefgang haben werden. Leider bestätigte sich meine anfängliche Vermutung. Die Protagonisten blieben blass, emotionslos, einfach ohne richtigen Charakter für mich. Ich konnte mich nicht in Davy hineinversetzten, konnte nicht mit ihr mitfühlen und auch die anderen Personen blieben eher leblos für mich. 

Den Schreibstil ist sehr jugendorientiert. Mit diesem Buch sollen vor allem Jugendliche angesprochen werden. Die Autorin verwendet kurze und prägnante Sätze und verzichtet auf lange Beschreibungen, somit liest man sich schnell und unkompliziert durch die Seiten. 

Die Handlung hat einen wirklich interessanten Ansatz. Man kann sich gut vorstellen, dass diese Gentest eines Tages Wirklichkeit werden und wir alle auf dieses sogenannte "Mördergen" getestet werden. Dieser Gedanke verfolgte mich durch das ganze Buch, weshalb ich es auch zu Ende gelesen habe. Trotzdem hätte die Autorin noch mehr aus der Geschichte machen können. Mir fehlte der Tiefgang und der Zugang zu den Charakteren. Es wäre noch Luft nach oben gewesen. 

Ich muss auch noch dazu sagen, dass sich der Anfang für mich sehr in die Länge gezogen hat und Spannung erst sehr spät entstanden ist. Erst im zweiten Teil der Geschichte geht es sehr rasant zu und die Ereignisse überschlagen sich. Dementsprechend hatte ich den Eindruck, dass der Autorin zum Ende hin die Seiten ausgegangen sind bzw. sie viel Geschichte in wenige Seiten packen wollte. 

FAZIT:                                                                                                                                 

Die Welt die die Autorin geschaffen hat, hat mir sehr gut gefallen. Leider konnte mich die Umsetzung nicht gänzlich überzeugen. Der etwas schleppende Anfang und das rasante Ende haben mir leider kein gänzlich tolles und spannendes Lesevergnügen bereitet. 


Bewertung: 
        bis  
 





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